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Von Asien nach Afrika

Schon mit 15 Jahren zog es Lucas Haass ins Ausland – und bis heute begeistern ihn fremde Länder und Kulturen. Nach zwei Einsätzen für FUCHS in Singapur und Indonesien hat er im November 2016 die Position eines Finance Executive bei FUCHS LUBRICANTS (SOUTH AFRICA) übernommen.

Eigentlich war das Ruderstipendium, das Lucas Haass als Teenager nach Großbritannien  führte, nur für drei Monate geplant. „Außerdem wollte meine Mutter, die in den USA geboren wurde, dass ich Englisch lernte“, erinnert er sich. Doch dem jungen Mann aus Mannheim gefiel es gut, er blieb und studierte in London Betriebswirtschaftslehre und in San Sebastian BWL und Spanisch.
Auch die anschließenden Praktika in mehreren renommierten Firmen führten Haass in die weite Welt, u. a. zu FUCHS LUBRICANTS (CHINA) in Schanghai. „Dort habe ich mich besonders wohl gefühlt und als mein damaliger Chef, Dr. Eric Nerlinger, nach Singapur wechselte, habe ich im März 2011 sehr gerne sein Angebot angenommen, als Regional Controller Südostasien zu dieser Tochtergesellschaft zu wechseln.“
Aus den vorgesehenen zwei Jahren wurden dreieinhalb und am Ende fiel die Entscheidung, als Chief Operating Officer nach Indonesien zu gehen. „Singapur ist für Westeuropäer eher ‚Asia Light‘“, so Haass. „Indonesien bot mir neben der Gelegenheit bei FUCHS verstärkt ins operative Geschäft einzusteigen, auch die Chance, Asien intensiver kennenzulernen. Außerdem ist die vom Islam geprägte Kultur in diesem Land eine komplett andere als die in Singapur, wo die chinesische Tradition dominiert.“
Dass im November vorigen Jahres ein weiterer Umzug nach Johannesburg in Südafrika erfolgte, lag auch an Lucas Haass‘ Partnerin, die ihren Master anpeilte – ein Vorhaben, für das es in Indonesien jedoch keine passenden Möglichkeiten gab. „Ich wollte jedoch sehr gerne bei FUCHS bleiben“, berichtet Haass, „und habe mich nach einer neuen Position im Konzern umgeschaut.“ Dass bei FUCHS LUBRICANTS (SOUTH AFRICA) nach einem neuen Finance Executive gesucht wurde, erwies sich dabei als Glücksfall. „Meine Freundin und ich haben einen Look-and-see-Trip nach Johannesburg gemacht und uns gleich in die Stadt verliebt“, blickt der 27-Jährige zurück.

„FUCHS hat mich beim Umzug und bei Visafragen unterstützt und von meinen Kollegen wurde ich sehr herzlich empfangen. Sie haben mir das Einleben leicht gemacht“, freut sich Haass über den unproblematischen Einstieg. Und auch sein altes Hobby hat er wieder reaktiviert und ist dem ältesten Ruderclub von Johannesburg, den Wikings, beigetreten, die erst kürzlich im April 2017 bei den südafrikanischen Meisterschaften angetreten sind. Neben dem Rudern im Naturreservat Roodeplaat genießt er jedoch auch das pulsierende Johannesburg im Stadtteil Maboneng, der sich nach der Fußballweltmeisterschaft im Jahr 2010 zu einem der angesagtesten Locations in der südafrikanischen Metropole entwickelt hat. An Wochenenden steht das obligatorische Braai (Afrikaans für Barbecue) auf der Agenda und natürlich sind auch zahlreiche Trips durch Südafrika und die Nachbarländer geplant. Nach fast sechs Jahren Südostasien und einer leichten Wiederannäherung an die europäische Kultur in der ehemaligen englischen Kolonie freut sich Lucas Haass vor allem über einen Jahresablauf mit unterschiedlichen Jahreszeiten. „Es ist ganz toll, wieder einen Pullover anziehen zu dürfen.“

Ist es für Sie ein Problem, alle paar Jahre umzuziehen in ein neues Land und ein neues Umfeld? Diese Frage beantwortet Haass ganz klar mit nein, auch wenn er sich mittelfristig durchaus in einem Land niederlassen möchte. „Die Expat-Gemeinde ist nicht so groß und in den einzelnen Ländern trifft man immer wieder Freunde und Kollegen, die man schon vorher kannte und baut auf der ganzen Welt ein Netzwerk auf. Neben den Kollegen in der Firma hilft hier auch der Sport. Ich habe in Singapur und Indonesien zum Beispiel für die Deutschen Fußball-Teams in einer eigenen Expat-Liga gespielt und dadurch sehr schnell Fuß gefasst.“

Außerdem lerne man durch den Umgang mit unterschiedlichen Kulturen: „Vor allem in Indonesien habe ich mir eine gewisse Ruhe angeeignet. Man muss sich bei vielen Problemen einfach Zeit nehmen und diese langsam angehen. Schnellschüsse sind nicht immer hilfreich. Und: Kritik muss auf angenehme und behutsame Art und Weise kommuniziert werden. Da ist die deutsche Methode, mit der Tür ins Haus zu fallen, eher kontraproduktiv.“

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