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Arbeiten und Leben in Stockholm

Die neue Position eines Regional Controllers in Schweden aufzubauen – dieser Herausforderung stellte sich Josef Apfel gerne. Dass ihn seine neue Aufgabe nach Stockholm in eine der schönsten Städte Europas führte, ist ein angenehmer Nebeneffekt.

Mit der Übernahme der Statoil Fuel & Retail Lubricants in Stockholm im Oktober 2015 steigerte FUCHS seine Präsenz im Norden Europas. Die skandinavische FUCHS-Tochter, die seit Oktober 2016 unter „FUCHS LUBRICANTS SWEDEN“ firmiert, verfügt über ein eigenes Produktionswerk südlich von Stockholm mit ungefähr 60 Mitarbeitern und einen Bereich Vertrieb und Verwaltung mit ca. 80 Beschäftigten im Stadtzentrum. Sie bildet eine organisatorische Einheit mit den FUCHS-Vertriebsgesellschaften in Dänemark, Norwegen und Finnland. „Wegen dieser wachsenden Bedeutung der nordischen Länder im FUCHS-Konzern wurde in Schweden die zusätzliche Stelle eines Regional Controllers etabliert, eine Funktion, die es in anderen Regionen schon gibt“, so Josef Apfel. „Als ich die Chance erhielt, diese Position neu aufzubauen, habe ich natürlich nicht gezögert.“ Die notwendigen Qualifikationen konnte der gelernte Betriebswirt mit einem Master in Finanzwirtschaft nach einer mehrjährigen Tätigkeit im Controlling der Holding in Mannheim vorweisen. Anfang 2016 zog er zusammen mit seiner Partnerin nach Schweden. Eine passende Wohnung hatten sie bereits vorher bei einem „Look and see“-Trip gefunden. „Neben der Aufbereitung und Analyse von Daten für die Zentrale in Mannheim ging es in Stockholm auch darum, das Berichtswesen von Statoil Fuel & Retail Lubricants mit unseren Systemen zusammenzuführen und anzugleichen“, beschreibt Apfel eine der Herausforderungen, die auf ihn zukamen. „Doch ich wurde sehr herzlich aufgenommen und konnte auf die Unterstützung meiner neuen Kollegen bauen, die den Wechsel in den FUCHS-Konzern als positiv empfunden haben. Auch die neue Sprache erwies sich als keine allzu große Hürde.“

Zwar ist der junge Controller der einzige Nicht-Schwede im Team, doch die komplette Mannschaft spricht perfekt Englisch und hilft ihm, wenn es zu Verständigungsproblemen kommt. „Selbstverständlich versuche ich ständig, mein Schwedisch zu verbessern – mit dem Verstehen klappt es auch schon recht gut. Beim Sprechen muss ich noch ein bisschen üben, aber es geht gut voran“, beschreibt Apfel die Situation.
„Neben einem Sprachkurs war jedoch auch das interkulturelle Training sehr sinnvoll, das bei FUCHS alle Mitarbeiter absolvieren, die für eine bestimmte Zeit in eine ausländische Tochtergesellschaft entsandt werden“, erinnert er sich an seine ersten Wochen am neuen Arbeitsplatz. „Bei Schweden hat man nicht direkt das Thema kulturelle Unterschiede auf der Agenda oder hat Angst, in irgendwelche Fettnäpfchen zu treten. Aber es gibt durchaus einige Unterschiede, die einen Arbeitsalltag bei unserem nordeuropäischen Nachbarn von dem in Deutschland unterscheiden.“ Da gibt es zum Beispiel die traditionelle „Fika“, die gemeinsame Pause mit Kollegen bei Kaffee und leckeren Zimtschnecken – ein absolutes Muss. „Hier geht es jedoch nicht nur um Entspannung, sondern auch um den informellen Austausch zu geschäftlichen Themen“, so Apfel. „Ohnehin sind Meetings und Besprechungen in Schweden ein wichtiger Bestandteil der Arbeitskultur.“ Ein Grund: Hierarchien spielen in Schweden eine geringere Rolle – so sitzen alle gemeinsam in großen, offenen Büros – und Entscheidungen werden häufig gemeinsam getroffen. „Für wichtige Telefongespräche oder wenn man besondere Ruhe braucht, gibt es in unseren Räumlichkeiten spezielle abgetrennte Büros“, erzählt er.

Zudem genießt die Familie in Schweden einen sehr hohen Stellenwert und so sind Themen wie Home Office, flexible Arbeitszeiten oder die Inanspruchnahme von Elternzeit auch durch Väter in dem Land noch selbstverständlicher als in Deutschland.

Und was sind die beliebtesten Freizeitaktivitäten in Stockholm? „Ich bin ein begeisterter Fußballer und so habe ich mich direkt bei einem Fußballverein angemeldet und dort viele soziale Kontakte gefunden“, berichtet Apfel. „Und Stockholm ist wirklich wunderschön und da es auf verschiedenen Inseln gebaut ist, ist man ständig am Wasser. Wir fahren viel mit der Fähre oder auch mit dem Boot in die Schären – der maritime Charakter ist einzigartig.“ Außerdem gefällt dem gebürtigen Heidelberger die vielfältige Gastronomie aus aller Herren Länder und der Freizeitpark mitten in der Stadt mit zahlreichen Konzerten internationaler Musiker. Sogar mit dem kühlen Klima hat er sich angefreundet. „Als ich im Winter 2016 nach Stockholm kam, waren es bis zu minus 20 Grad – und erstmals sah ich eine teilweise zugefrorene Stadt und stand auf einem komplett zugefrorenen See, das war ein echtes Erlebnis.“

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